Skywalk gratuliert seinen Teampiloten zu den einmal mehr herausragenden Leistungen 2012!

Christin Kirst gewinnt auf CAYENNE4 überlegen die deutsche Meisterschaft im Streckenfliegen bei den Damen und Oliver Teubert, ebenfalls auf C4, holt mit einer Rekordpunktzahl erneut die deutsche Meisterschaft in der Sportklasse!

Auch die weiteren Platzierungen der skywalk Piloten verdienen Anerkennung, so landen z.B. Hans Walcher und Achim Warbruck auf Platz 6 und 7, und Jo Blum verpasst nur knapp die Top Ten.

Herzlichen Dank an dieser Stelle an alle, die 2012 auf skywalk Geräten unterwegs waren, die skywalk Crew ist mächtig stolz auf euch!

Skywalk congratulates its team pilots on yet even more amazing performances in 2012!

Christin Kirst dominated to win the Women’s XC category of the German Championships on her CAYENNE4 and Oliver Teubert, also on his C4, took the win in the Sport Class of the German Championship with a record score!

Some additional results deserve recognition as well, with Hans Walcher and Achim Warbruck taking the 6th and 7th spots and Jo Blum just missing the top ten.

At this time we would like to thank all the pilots who were underway with skywalk paragliders in 2012. The skywalk crew is really proud of you!

Christin Kirst, Deutsche Meisterin im Streckenfliegen 2012, beschreibt hier ihre Siegersaison

Christin Kirst

Überlegen beim Streckenflug- Christin Kirst

Ich war hochmotiviert für die Saison, habe feste Termine nur auf sichere Regentage gelegt und stand vor der Frage, welchen Schirm ich in der Saison fliegen soll.

Ich hatte den Astral 7 schon ein paarmal geflogen und als am 08.05. endlich der gute Flugtag angesagt war, hab ich den CAYENNE4 das erste Mal zum Testen von skywalk bekommen.

Anscheinend war ich darüber so aufgeregt, dass ich zielsicher in die Abschattung gestartet bin und nach 10 min am Boden stand – an einem Tag wo 200er Dreiecke vom Hochfelln geflogen wurden! Beim dritten Flug mit dem C4 hatten wir uns angefreundet und ich war so schnell im Pinzgau wie noch nie. Leider wurde es ziemlich schnell ziemlich schwarz und so kam der Deutschlandflug auf eher mäßige 110 km freie Strecke. Sicherheit geht vor, dachte ich mir, andere haben offenbar Licht am Ende des Pinzgaus gesehen und sind unter den schwarzen Wolken einfach durchgeflogen – ich nicht. Dann war erst mal kein Streckenflugwetter mehr und ich habe mich mit der Vorbereitung für die Cross Alps beschäftigt. Dass ich das gewonnen habe, lag sicher mit am Schirm, weil die Gleitstrecke fast doppelt so lang war wie bei den Kollegen, die auch an der Salve gestartet sind ( der Michi Schneider, der auch auf einem C4 unterwegs war ist genauso weit gekommen wie ich)..

Ok, dann war ja endlich mal besseres Wetter angesagt und wir sind ein bisserl an der Alpensüdseite geflogen – immer Wetter gecheckt um rechtzeitig zum guten Tag im Pustertal zu sein.

Das sah dann zum 18. August danach aus, also um 7 Uhr Frühstück und um 8 Abmarsch an die Grente – 700 HM mit voller Streckenausrüstung. Mit 20 km/h Rückenwind, aber netter Gesellschaft (Platz1 Performance Klasse und Plätze 2,4 und 6 Sportklasse) saßen wir bis mittags rum und sind dann nur runtergeflogen. Aber wir waren immerhin nicht die einzigen die sich einen guten Flug erhofft hatten. Also das Ganze am Sonntag nochmal: 7 Uhr aufstehen… mein letzter Urlaubstag, vielleicht klappt ja ein schönes Dreieck, wenn nicht mehr so viel Nordwind ist.

Nordwind war dann zwar keiner, aber auch wenig Thermik, so dass ich bis zum Staller Sattel nicht einmal über Grat Höhe machen konnte. Also umdrehen und Richtung Sterzing, da war ich dann früh (logisch, weil so früh umgedreht) und mit Torsten Hahne auf fast 4000m zur Querung nach Lüsen. Sofort Anschluss gefunden und wunderbar in die Dolomiten reingesegelt an atemberaubenden Felsformationen am Kreuzkofel (ich find ja die sehen alle aus wie Gesichter) bis zum Falzarego Pass und wieder heim ins Antholzer Tal. Morgens hatte uns schon der Torsten den Mund wässrig gemacht „also morgen wird ja der beste Tag des Jahres – kein Wind und Basis auf 4300m“ Dummerweise geht am Handy nur die Mailbox von meinem Chef hin und nach dem Landebier sitze ich schon fast im Auto meiner Mitfahrgelegenheit – die anderen bleiben noch bis Montag. Da kommt der Rückruf vom Chef – doch freibekommen –juhu!

Mit unserem Besuch aus Neuseeland lief schon tagelang die Absprache PB – Personal Best zu fliegen. Das wären über 171 km… Heute wird sich für Speikboden entschieden, ich lass mir beim Cappuccino von Torsten und Didi noch mal genau die Wendepunkte für ein großes Dreieck erklären. Am Startplatz treff ich noch den Jo Blum und wir vereinbaren, dass er mich unterstützt beim Projekt 180er Dreieck für den ersten Platz. Sein Kommentar: „180 is aba scho weid um de Jahreszeit“

Ja schon, aber so ein Traumtag, ohne Wind, bei der hohen Basis lässt das Ganze zum Genuss werden. Alles läuft wie am Schnürchen, auch die Lüsen gibt wieder brav einen Bart her. In den Dolomiten baut sich ein Gewitter auf, also umdrehen und Richtung Ahrntal. Dort treff ich Achim Warbruck und Jo Blum wieder und zusammen fliegen wir Richtung Großvenediger.  Um 7 Uhr abends kann ich von dort aus bis heim in den Chiemgau schauen und der Gletscher sieht atemberaubend aus.

Dann werde ich auf einmal ziemlich müde und der Weg zurück durchs Ahrntal nach Sand wird zu einem Leeritt mit 8m Sinken und bockigen Bärten über Talmitte, egal nur noch zum Landeplatz. Im Nachhinein wäre ich noch über den Startplatz geflogen wäre es tatsächlich ein FAI Weltrekord geworden, so ist es eben meine persönliche Bestleistung und ich bin müde und glücklich um Mitternacht zu Hause. Dank an meinen Chef für den geschenkten Tag!

Oliver Teubert, Deutscher Meister im Streckenfliegen 2012, beantwortet hier ein paar Fragen zur 2012 Saison

Oliver Teubert

Der Erfolgreichste in der Sportklasse – Oliver Teubert

War es schwierig dieses Jahr Erster zu werden?

Es war schwer Erster zu bleiben. Obwohl ich mit dem 250er FAI ein gutes Polster hatte, war es nicht sicher, ob es reichen würde. Mein Deutschlandflug war mit 188 km schwach und dann verpasste ich den Hammertag in Südtirol Ende Juli, weil ich mit dem Wallis auf das falsche Fluggebiet gesetzt hatte.

Konntest Du all Deine geplanten Aufgaben umsetzen?

Nicht alle, aber einige. Den Plan, das Grente-Dreieck Richtung Großglockner zu vergrößern, hatte ich schon seit Jahren vorbereitet. Als sich am 10. Mai die Gelegenheit ergab, hat man gesehen, dass alle Toppiloten diese Option im Hinterkopf hatten. Es gibt schon noch einige Varianten, die ich gerne Fliegen würde, doch habe ich momentan so wenig Zeit, dass ich die wenigen Versuche nicht mit riskanten Streckenführungen in den Sand setzen möchte.

Inwieweit war Dir der CAYENNE4 eine Hilfe?

Der Cayenne4 war der optimale Flügel für mich. Steigt exzellent, hat einen ermüdungsfreien und effizienten Beschleuniger und die Gutmütigkeit passt auf meinen wegen Zeitmangel niedrigen Trainingsstand.

Wie schaffst du es, solche Leistungen abzurufen, wo du doch recht wenig Zeit zum Fliegen insgesamt hast?

Die Erfahrungen von den vielen Flügen der vorherigen Jahre gehen zum Glück nicht verloren. Und ich lerne nach wie vor dazu. Kein Flug bleibt gänzlich ohne Fehler und ich versuche möglichst keinen Fehler zweimal zu machen. Das erfordert allerdings eine konzentrierte Nachbereitung der Streckenflüge. Meine Lernkurve geht also noch nach oben. Die entscheidenden Grundsätze muss man sich als Wenn-Dann-Szenarios so verinnerlichen, dass man diese schnell in den unterschiedlichsten Situationen abrufen kann. Je mehr geistige Kapazität dafür zur Verfügung steht, umso einfacher ist das in der Praxis. Deshalb wird für mich ein gutmütiges Fluggerät immer wichtiger, weil ich dadurch weniger Konzentration für das eigentliche Fliegen brauche. Der Cayenne4 war für mich dieses Jahr optimal. Zentriert fast automatisch und braucht beschleunigt keine Korrekturen.

Ein 10 Stunden Streckenflug ist mental und auch körperlich sehr anstrengend, Wie hältst du dich fit, was wirkt am besten?

Für mich ist Ausdauer sehr wichtig. Schon vor der Streckenflugsaison beginne ich systematisch mit Ausdauertraining. Um möglichst wenig Zeit dafür aufzuwenden, habe ich dieses Jahr eine Leistungsdiagnose machen und mir einen Trainingsplan erstellen lassen. Je besser die Grundlagenausdauer, umso schneller regeneriert man nach einem schweißtreibenden Aufstieg oder auch beim Fliegen auf den ruhigen Gleitstrecken.

Woher beziehst du deine Wetterinfos?

Aus möglichst vielen unterschiedlichen Quellen. Im Vorfeld DHV-Wetter, Bodendruckkarten und Gleitsegelwetter. Kurzfristig Alptherm, DWD-Top-Task, ARL-Temps und ARL-Windgram. All diese Informationen gleiche ich noch mit meinen Erfahrungswerten ab. Fast immer laufen im Vorfeld die Handys heiß, denn im Skywalk Team und auch mit befreundeten Streckenfliegern wird eifrig über die Wetterentwicklung diskutiert. Oft muss die Flugentscheidung fallen, bevor die Wettergurus ihre Vorhersagen fertig haben, denn Anreisen muss man ja auch noch. Im Zweifel muss man fliegen gehen, denn nur beim Fliegen hat man etwas davon, wenn die Wetterentwicklung besser ist, als vorhergesagt.

Christin Kirst, XC German Champion 2012, describes her victorious season

Christin Kirst

Women’s XC Champion – Christin Kirst

I was totally motivated for the season, scheduled my regular appointments only for rainy days and was mulling over which wing to fly for the season.
I had flown the Astral 7 a few times and when at last a good flying day was predicted for the 08.05, I arranged to pick up the CAYENNE4 from skywalk for testing.
I was most likely so excited about testing the wing that I started confidently in the shade and found myself on the ground 10 minutes later – and this on a day where 200km triangles were flown from the Hochfelln! But by the third flight the C4 and I had become fast friends and I arrived in Pinzgau faster than ever before.

Unfortunately it got black quickly and the Germany flight ended up being a rather moderate free distance of 110 km. Safety first, I thought, although others apparently saw light at the end of Pinzgau and simply flew on under the black clouds – but not me. Then suddenly there was no more suitable xc weather and I busied myself with preparations for the Cross Alps. That I won was surely due to the wing, since the glide was almost double that of the other pilots who also started on the Salve (Michi Schneider, also flying the C4, made the same distance as I did)…

Ok, at last we had the possibility of better weather conditions and we were able to fly a bit on the south side of the Alps – always checking the weather to get a good day in the Pustertal. The 18th of August looked good, so that meant breakfast at 7 and departure from the Grente- – 700 vertical meters with all of my xc equipment. With a 20 km/h tailwind, but some nice company (1st place Performance Class and 2nd, 4th and 6th place Sport Class), we sat around all afternoon and then flew down. But we were still not the only ones to hoping for a great flight.

So, the whole thing was repeated again on Sunday: a wake-up call at 7…my final day of vacation, maybe I could make a nice triangle once the north wind eased up. There ended up being no north wind at all, but also barely any thermals, so that I could not even manage to gain altitude once over the ridge until the Staller Sattel. So a change of direction and on in the direction of Sterzing, reaching Sterzing early (logically, since I turned around early), and I flew on with Torsten Hahne at almost 4000m to the crossing to Lüsen.

There I was able to sail into the Dolomites past breathtaking rock formations on the Kreuzkofel (the rocks seem to look like human faces) to the Falzarego Pass and then home to the Antholz Valley. Torsten had made our mouths water in the morning „tomorrow’s going to be the best day of the year – no wind and base at 4300m“. Frustratingly, I could only reach my bosses‘ mailbox and after our landing beer I was about to get into the car to go home- while the others were staying on til Monday. Then I got the call from by boss- yes! I could have the day off. Score!

The discussion about flying a personal best had been going on for days with our guest from New Zealand. That would be over 171 km… Today we would decide on Speikboden, and over a cup of cappucino I listened to an explanation by Torsten and Didi of the exact turning point for a large triangle. I met up with Jo Blum at the start and he supported me with my plan for a large triangle ‚Project 180‘. His commentary: „But 180 is pretty long for the time of year“
Yes, but what a dream of a day, no wind, and the whole thing would be a pleasure at such a high base. Everything was running like clockwork and even the Lüsen was producing some nice thermals for me. Storms were building in the Dolomites, so I had to turn in the direction of Ahrntal. There I met up with Achim Warbruck and Jo Blum again and together we flew on towards the Großvenediger. At 7 in the evening I could see all the way to Chiemgau and the glacier was simply breathtaking.

All of the sudden I got really tired and the way back through Ahrntal to Sand turned into a sink fest of 8m and rough thermals over the middle of the valley, but whatever, I just wanted to land. In retrospect, if I had still flown over the start it would have actually been a FAI world record, but it was my best personal performance and I arrived at home at midnight, tired and happy. Thanks to my boss for the day off!

Oliver Teubert, XC German Champion 2012, responds to a few questions about his 2012 season

Oliver Teubert

Sport Class Champion – Oliver Teubert

Was it difficult this year to get first place?

It was difficult to remain in first place. Even though I had a good cushion with the

FAI of 250km, I was still not sure if it would be enough in the end. My Germany flight was weak at 188 km and then I missed an absolute hammer day in Southern Tirol at the end of July, since I had decided on the wrong flying site in Wallis.

Were you able to implement all of your planned tasks?

Not all, but some. Years ago I had prepared plans to enlarge the Grente-triangle towards the Großglockner. I then had the opportunity on the tenth of May, but it quickly became clear that all the top pilots were considering the same option. There are still some variations that I would like to fly, but I have so little time right now that I do not want to waste it with risky xc tours.

How was the CAYENNE4 able to help you reach your goals?

The Cayenne4 was the optimal wing for me. Excellent climb, a fatigue-free and efficient speed system and the good-natured performance was a plus for my low hours of training.

How do you manage to dig up performances like yours with so little time to fly?

Luckily, the experiences I have had in my earlier flights stay with me. And I am still learning. There is no flight that is really without mistakes, but I at least try not to make the same mistake twice. This requires a concentrated evaluation of every xc-flight. So my learning curve is still going up. The decisive principle of  if/then scenarios has  to be internalized so that these can be quickly called upon in the most different of situations. The more mental capacity that is available to you, the easier it is to put it into practice. That is why a good-natured wing is becoming even more important for me, since then I need less concentration for the actual flying. The CAYENNE4 was the optimal wing for me this year. It centers practically automatically and needs no corrections when accelerated.

A 10-hour flight is mentally and also physically very tiring. How do you stay fit?

Endurance is really important for me. I start preparing way before the season starts with endurance training. In order to waste as little time as possible this year, I had a performance diagnose done and had a training plan prepared for me. The better the basis endurance, the easier it is to recover from a strenuous climb or also when flying the calm gliding distances.

Where do you get your weather info?

From as many different souces as possible. First from DHV-Wetter, ground pressure maps and sailplane weather. Short notice I get from Alptherm, DWD-Top-Task, ARL-Temps and ARL-Windgram. I compare all this information with the values I have collected from my experience. Right before start everyone is all over their cell phones checking out weather developments, discussing the info within the skywalk Team and also with pilot friends. Often we have to make our decisions before the weather gurus have their predictions ready, since we have to arrive sometime. When in doubt, I go flying, since only when you fly can you get something out of it when the weather developments end up being better than predicted.